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Dr. Henning Scherf zu Gast in Oelde

"Das letzte Tabu" - viele Fragen, Anregungen und Aspekte zu den Themen Tod und Sterben - Ein beeindruckender Abend in Oelde

Auf Einladung von Stadtbücherei, Hospizverein und Familienbildungsstätte war der ehemalige Regierende Bürgermeister von Bremen - Dr. Henning Scherf in Oelde in der Aula der Overbergschule zu Gast. Das er ein Mensch ist, der die Menschen bewegt, wurde auch auch durch den Besuch von über 160 Zuhörern deutlich, die vor der Veranstaltung alle persönlich von Herrn Scherf begrüßt wurden. Leider konnte Frau Prof. Dr. Annelie Keil nicht wie geplant mit nach Oelde kommen, so dass Herr Scherf aus seinem reichen Erfahrungsschatz und aus dem gemeinsamen Buch vortrug. Der Tod solle nicht tabuisiert werden, sondern als Chance für Nähe genutzt werden. Es wäre ein Gewinn, die letzte Lebensphase eines Menschen begleiten zu dürfen. Kritisch sah Scherf die Entscheidung, dem Leben selbst ein Ende zu setzen und nannte dafür die Beispiele berühmter Personen wie Hemmingway. Er selbst bezeichnet sich als neugierig auf seinen Tod und möchte aber gerne 100 Jahre werden. Besonders am Herzen liegen Scherf die Menschen, die sich in der Hospizbewegung engagieren. DIese müssten noch viel mehr Unterstützung erfahren.Im Anschluss an seine Ausführungen stand Dr. Scherf noch für viele Diskussionsbeiträge als Gesprächspartner zur Verfügung. Elke Sohst von der Hospizbewegung im Kreis Warendorf dankte für die Veranstalter abschließend für einen guten und inhaltlich dichten Abend.